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Städtisches Gymnasium im Genlabor
Wer war der Täter?
Konzentriert und fasziniert experimentierten 13 Schüler des Grundkurses Biologie aus dem Abiturjahrgang in einem 4-stündigen Kurs im Schülerlabor des B!Lab Beverungen - einem Bio- und Gentechniklabor für Schüler - und ermittelten anhand eines DNA-Vergleichs die Herkunft »verdächtiger Spuren«.
Abb.: Biologie-Kurs des städtischen Gymnasiums im Genlabor
- Mit Hilfe einer Restriktionsanalyse konnte die DNA von drei Verdächtigen mit den Spuren, die der »Täter« am Tatort hinterließ, verglichen werden, nachdem man sie als Bandenmuster auf einem Gel sichtbar gemacht hatte.
In drei Gruppen konnte der Täter erfolgreich identifiziert werden - mal hieß er Eric, mal war es Bernd oder auch Henri hatte in einem Fall seine Spuren am Tatort hinterlassen!
Die Schüler staunten nicht schlecht, als die rot leuchtenden Bandenmuster in der Dunkelkammer - Ergebnisse ihrer eigenen Versuche - den Täter preisgaben! Sie konnten dabei auch erfahren, wie viel Fingerspitzengefühl man haben muss, um mit den Automatik-Pipetten die Proben in die winzigen Geltaschen der Elektrophoreskammern zu pipettieren, was eine ruhige Hand, aber auch etwas Mut erforderte.
Zuvor wurden die Agar-Gele selbst gemischt, gerührt, gekocht und in die Elektrophorese-Apparatur gegossen - alles unter freundlicher Anleitung von Diplombiologin und Studienrätin Frau Petra Schröder, der Leiterin des Schülerlabors.
Der Umgang mit automatischen Pipetten, mit denen man nur wenige Mikroliter aufnehmen kann, konnte vor den wichtigen Ausführungen zur DNA - Analyse ausgiebig geübt werden. Es wurde eine enzymatische Restriktion der DNA, die Vorbereitung der Gele, die Färbung und Zentrifugation der Proben und eine Trennung mittels Gelelektophorese in 4 Gruppen-versuchen durchgeführt.
Die Schüler erprobten im B!Lab in der Laborpraxis, was zuvor im Biologieunterricht bei Monika Korell Gegenstand war. Nach dem gleichen Verfahren stellen Kriminalisten aus Täter-DNA vom Tatort, z.B. in Form von Hautzellen, Haaren, Mundschleimhautzellen oder Spermien, in Labors einen genetischen Fingerabdruck her, der dann gegebenenfalls mit Proben von Tatverdächtigen oder mit Daten in der DNA-Analysedatei des Bundeskriminalamtes (BKA) verglichen werden kann.
An diesem Labortag konnten die Schüler Versuche durchführen und teure Apparaturen nutzen, die im alltäglichen Schulunterricht nicht geboten werden können und so ihren Erfahrungsrahmen erweitern. »Ein gelungener Tag« - so das Resümée aller, zumal man den Tag bei der Biologielehrerin, die in Beverungen wohnt, mit einem gemeinsam zubereiteten Chinesischen Essen gemütlich ausklingen ließ.