Sie befinden sich hier:
Startseite
>
Bad Driburger Jugendparlament informiert sich im Rathaus
Bad Driburger Jugendparlament informiert sich im Rathaus
Was machen eigentlich die Verwaltungsangestellten den ganzen Tag über im Rathaus? Wozu gibt es überhaupt eine Stadtverwaltung? Was bedeuten die Begriffe freiwillige Aufgaben und Pflichtaufgaben einer Kommune?
Diese und ähnliche Fragen stellten sich die Mitglieder des im Sommer neu gewählten Jugendparlament Bad Driburgs.
Abb.: Dip.-Sozialpädagogin Nicole Heinemann mit den Mitgliedern des Jugendparlaments
- Nicole Heinemann, Dipl.-Sozialpädagogin im Jugendtreff der kath. Freizeitstätte Bad Driburg, und langjährige Begleiterin des Jugendparlaments organisierte daraufhin eine Informationsveranstaltung im Ratssaal der Stadt Bad Driburg. Als Referenten konnte sie den Verwaltungsangestellten Uwe Damer, der in der Stadtverwaltung als Ansprechpartner für die Belange aller Jugendlichen der Stadt Bad Driburg tätig ist, gewinnen. Uwe Damer erläuterte den Interessierten anschaulich und vor allem praxisorientiert den Aufbau einer Verwaltung und das sich aus dem Grundgesetz ergebende kommunale Selbstverwaltungsrecht von Städten und Gemeinden. Auf die Nachfrage von Klaus Kanbach, woher das Geld überhaupt kommt, damit z. B. das Rathaus renoviert werden kann, gab Uwe Damer einen Einblick in das Haushaltsrecht mit Haushaltssatzung und Haushaltsplan. Er blickte hier auch auf die tiefgreifenden zukünftigen Veränderungen durch das anstehende Neue kommunale Finanzmanagement (NKF), welches betriebswirtschaftliches Denken, Doppik sowie umfangreiche Kostenrechnung in die Verwaltung einziehen lässt und das Buchungssystem der Kameralistik ablöst. Natürlich interessierte die Jugendparlamentarier insbesondere das Funktionieren des Rates und der Ausschüsse der Stadt Bad Driburg. Damer berichtete daraufhin aus der Gemeindeordnung NRW, aus der die Befugnisse des Bürgermeisters, des Rates und der Ausschüsse hervorgehen. Der Ausschuss für Familie, Jugend und Senioren sei wie die meisten, ein freiwilliger Ausschuss. In ihm werden Anliegen der Jugend, somit auch des Jugendparlaments, behandelt. Das Jugendparlament selber sei eine Interessensgemeinschaft, die von den Stadtverordneten ausdrücklich gewünscht sei. Daher wurde dem Jugendparlament auch ein Rederecht im Fachausschuss zu Themen, die die Jugend Bad Driburgs betreffen, zugesprochen.
Damer und Heinemann zeigten sich sehr erfreut über das vorhandene Grundwissen der Schüler und Schülerinnen, so dass über einige Gesetzesgrundlagen sogar vertieft diskutiert wurde. "Warum wurde denn der Bundesangestelltentarif (BAT) abgeschafft?" wollte Jennifer Strumpf wissen, woraufhin Damer die Eckpunkte und Vorteile des seit 1. Oktober 2005 anzuwendenden Tarifvertrag öffentlicher Dienst (TVöD) erläuterte.
Am Ende der Veranstaltung waren sich alle einig, dass das neu gewählte Jugendparlament viele Informationen erhalten und die Zusammenhänge der öffentlichen Verwaltung näher kennen gelernt habe.