Bad Driburg Panorama
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Fördergeld ermöglicht Investitionen in „Grüne Infrastruktur“

24.01.2019

Knapp 1,35 Millionen Euro wird die Stadt Bad Driburg in den nächsten drei Jahren in ihre grüne Infrastruktur investieren können – dank eines hohen Zuschusses aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl hat am Mittwoch, 23. Januar 2019, den Förderbescheid an Bürgermeister Burkhard Deppe überreicht. Mit dem Geld können drei „enkeltaugliche“ Projekte der Stadtentwicklung realisiert werden, die sich schwerpunktmäßig mit der Entwicklung wichtiger Grünflächen befassen.

Bürgermeister Burkhard Deppe: Die Entwicklung des Areals der ehemaligen Eggelandklinik ist mit diesem Zuschuss garantiert – Ende 2021 werden unsere Gäste sowie Bürgerinnen und Bürger durch eine neue attraktive städtische Parkanlage schlendern können. Gleichzeitig werden neue Freiraumqualitäten mit tollen Spielmöglichkeiten in der Katzohlbachaue geschaffen, die vor allem unseren Familien zugutekommen. Die Stadt entwickelt sich derzeit sehr rasant und treibt bedeutsame Schlüsselprojekte voran – die Aufnahme der Südoststadt in ein Programm der Stadterneuerung wird weitere Impulse setzen. Ich freue mich, dass der Fördergeber all diese Qualitäten und Perspektiven gesehen hat!

Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl: „Das Erleben von Natur schafft ein Bewusstsein für den Wert der Welt, in der wir leben. Nur aus diesem Bewusstsein heraus können nachhaltige Ansätze gefunden und verfolgt werden, um die Lebensqualität der Menschen zu steigern und gleichzeitig sorgsam mit Ressourcen umzugehen. Die Förderung ermöglicht der Stadt Bad Driburg, ihre guten Ansätze konsequent weiter zu verfolgen.“

Im Mai 2017 hat der Rat der Stadt Bad Driburg das Integrierte Handlungskonzept „Grüne Infrastruktur Bad Driburg“ beschlossen, welches mit der Unterstützung der Hochschule OWL erarbeitet wurde. Darin wird die quantitative und qualitative Ausstattung der Bad Driburger Kernstadt mit Grün-, Frei- und Spielflächen analysiert und es werden Projektvorschläge abgeleitet. Das IHK war Grundlage für die Bewerbung um einen Förderzugang im Rahmen des Projektaufrufes „Grüne Infrastruktur NRW“ des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalens.

Grünflächen vernetzen und strukturell aufwerten

Der Projektaufruf verfolgt das Ziel, mehr Umweltgerechtigkeit und einen besseren Zugang zur Natur für die Menschen insbesondere in sozial benachteiligten Quartieren zu schaffen. Durch Reaktivierung von Brachen sowie Aufwertung und Erlebbarmachung von Freiflächen sollen auch die Biodiversität im urbanen Raum verbessert und Klimaschutzziele verfolgt werden. Hinter dem Begriff „grüne Infrastruktur“ steckt der Gedanke, dass Ökosysteme und ihre Leistungen, ebenso wie technische Infrastruktur für die Entwicklung eines Landes unverzichtbar sind. Die Fördermittel des Aufrufes entstammen dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Ende des Jahres 2017 hat das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalens der Stadt Bad Driburg eine Förderempfehlung in Höhe von 1,314 Millionen Euro (Gesamtsumme inkl. Eigenanteil, Förderquote 80%) ausgesprochen und diese auf drei Projekte des IHKs festgelegt:

1.) Der Katzohlbach – das blaue Band (Zuschuss: 317.914,68 Euro)
2.) Aktiv- und Gesundheitspark am Katzohlbach (Zuschuss: 631.150,23 Euro)
3.) Abenteuerspielplatz (Zuschuss: 102.135,12 Euro)

Nachdem die Einzel-Anträge für die Projekte im Jahr 2018 qualifiziert wurden, konnten Ende 2018 die Zuwendungsbescheide seitens der Bezirksregierung Detmold ausgestellt werden. Der Durchführungszeitraum der drei Projekte ist vom 01.01.19 bis 31.12.2021.
Der Zeitplan für die Umsetzung der Projekte ist damit sehr ambitioniert – neben den Projekten, die nun auch im Rahmen des ISEKs (Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept) für den Südosten der Stadt anstehen.

Zielsetzung der 3 Projekte

Der Katzohlbach wird im unteren Abschnitt zwischen Eggelandklinik und Bauhof ökologisch verbessert werden. Perspektivisch ist eine Aufwertung im gesamten Verlauf vorgesehen, sofern die Umgebung es zulässt. Entlang des Baches wird ein Fuß- und Radweg gebaut werden, der durch interaktive Infostationen als Natur- und Kulturerlebnispfades bereichert wird. Westlich des Bahnhofsquartieres wird der Bach eine neue Trasse erhalten und damit auch zugänglich gemacht werden. Die Sohlabstürze werden zurückgebaut, so dass der Bach für Fische und andere Gewässerorganismen durchgängig ist.

Inhaltlich und räumlich hängt das Projekt eng mit dem „Abenteuerspielplatz“ in der Katzohlbachaue zusammen. Auf einer Teilfläche des Auengrünlandes wird Raum zum Toben und Spielen in naturnaher Umgebung geschaffen werden und damit spezifischen Problemen des ISEK-Gebietes begegnet. Die Maßnahme wird den Natur- und Freizeitwert der Aue steigern, und die Spielplatzgestaltung wird Menschen verschiedener Herkunft, verschiedenen Alters und verschiedener Milieus zusammenbringen und für alle eine Bereicherung sein. Das Areal wird öffentlich zugänglich sein und barrierearm angelegt werden. Der Spielplatz wird vor allem durch eine Geländemodellierung und eine naturnahe Gestaltung ein eigenes Profil erhalten. Ein befestigter Hauptweg durch die Aue könnte auch als Joggingstrecke fungieren. Intensiv und extensiv genutzte Wiesenbereiche der Aue werden eine interessante Kulisse bilden.

Der Aktiv- und Gesundheitspark ist ein wichtiges Element, um das Areal der brachliegenden Eggelandklinik städtebaulich neu zu strukturieren. Durch das dort geplante Angebot sportlicher Betätigungsmöglichkeiten inmitten eines vielfältig strukturierten Parks wird das Profil des Kur- und Gesundheitsstandortes geschärft. Als Grüngürtel wird sich der neue und öffentlich zugängliche urbane Park mittig durch das Areal erstrecken und eine Anbindung an den Stadtpark, die Katzohlbachaue und den Gräflichen Park schaffen. Der Aktiv- und Gesundheitspark soll die Erfahrbarkeit des Heilmittels „Wasser“ erhöhen und mehr Bewegungsanreize für jedermann bieten. Die Lehre Kneipps ist das Vorbild; vorgesehen sind ein Bewegungstrainingszirkel, ein Wassertretbecken, ein Heilkräutergarten und eine Liegewiese. Am Katzohlbach wird man an einer Wassertreppe sitzen können. Der Baumbestand soll weitestgehend erhalten und in die Parkgestaltung integriert werden.

Die Stadt Bad Driburg wird nun die erforderlichen Grundstücke erwerben und weitere Planungsleistungen beauftragen. In diesem und im kommenden Jahr werden die erforderlichen Planungs- und Genehmigungsverfahren für die Nutzungsänderungen durchgeführt. Die eigentliche Bauausführung wird ab Mitte 2020 erfolgen.

Weitere Informationen zu den Projekten sowie die Vorentwürfe finden Sie auf der Internetseite der Stadt Bad Driburg unter www.bad-driburg.de
Die drei Projekte werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert: www.efre.nrw.de.

Anschrift

Stadt Bad Driburg
Am Rathausplatz 2
33014 Bad Driburg

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Tel.: 05253 / 88-0
Fax: 05253 / 88-135
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